Holzthermebehandlung – Wärmebehandlung von Holz

Autoklaven zum Trocknen und zur Thermobehandlung/Polymerisation von Holz

Holzthermebehandlung – Wärmebehandlung von Holz

Die Holzwärmebehandlung (auch als thermische Holzbehandlung bekannt) ist ein Verfahren, bei dem Holz unter kontrollierten Bedingungen erhöhten Temperaturen ausgesetzt wird, um seine Gebrauchseigenschaften zu verbessern. Ziel dieses Verfahrens ist es, die Struktur des Holzes so zu verändern, dass es widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit, Pilze und Insekten wird und seine Neigung zu Rissen und Verformungen verringert wird. Darüber hinaus verbessert die Thermobehandlung die Dimensionsstabilität und die Ästhetik des Holzes (dunklere Farbe).

Das Thermebehandeln von Holz findet breite Anwendung bei der Herstellung von Möbeln, Dielen, Baumaterialien und anderen Produkten, bei denen hohe Haltbarkeit, Ästhetik und Witterungsbeständigkeit von entscheidender Bedeutung sind.

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Wie funktioniert das Thermieren von Holz?

01. Vorbereitung des Holzes

Bevor das Holz einer Thermobehandlung unterzogen wird, wird es in der Regel auf einen geeigneten Feuchtigkeitsgehalt (normalerweise unter 20 %) getrocknet. Dadurch wird der Thermobehandlungsprozess effektiver und führt nicht zu übermäßigen Rissen im Holz.

02. Heizen

Das Holz wird in einer Atmosphäre aus Wasserdampf oder einem anderen Gas hohen Temperaturen ausgesetzt. Die Temperatur beim Thermieren liegt in der Regel zwischen 160°C und 230°C, je nach Holzart und gewünschtem Ergebnis.

03. Chemischer Prozess

Durch die Erwärmung zersetzen sich bestimmte chemische Bestandteile des Holzes, wie Lignin und Zellulose, was zu einer Veränderung der Holzstruktur führt. Lignin wird weniger feuchtigkeitsanfällig, und das Holz wird stabiler.

04. Kühlung

Sobald die richtige Temperatur erreicht ist, wird das Holz allmählich abgekühlt, um eine übermäßige Dehnung des Materials und dessen Beschädigung zu verhindern.

05. Nachbearbeitung nach dem Thermieren

Nach Abschluss des Thermebehandlungsprozesses kann das Holz weiterverarbeitet werden, z. B. durch Schleifen, Lackieren oder Streichen.

Vorteile der Holzwärmebehandlung

Erhöhte Feuchtigkeitsbeständigkeit

Thermisch behandeltes Holz ist weniger feuchtigkeitsaufnehmend, wodurch verhindert wird, dass es bei schwankender Luftfeuchtigkeit quillt oder schrumpft.

Hohe Resistenz gegen Pilze und Insekten

Durch die Wärmebehandlung wird das Holz für Mikroorganismen, Schimmel, Pilze und Insekten (wie z. B. Borkenkäfer) weniger attraktiv. Dadurch ist es im Außenbereich langlebiger.

Erhöhte Dimensionsstabilität

Thermisch behandeltes Holz ist weniger anfällig für Risse, Verwerfungen und Verformungen, wodurch es im Gebrauch stabiler wird.

Verbesserte Optik

Durch die Wärmebehandlung dunkelt das Holz nach, wodurch es eine attraktive, tiefe Farbe erhält, die bei vielen Produkten, z. B. bei Möbeln, Parkett oder Fassaden, sehr gefragt ist.

Erhöhte Lebensdauer

Dank der verbesserten Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse wird das Holz langlebiger, was es zu einem geeigneten Material für den Einsatz im Außenbereich macht, z. B. in Gärten, auf Terrassen und im Außenbau.

Arten der Holzwärmebehandlung

Dies ist das am häufigsten angewandte Thermisierungsverfahren, bei dem das Holz unter Einwirkung von Wasserdampf erhitzt wird, was eine bessere Kontrolle über die Holzfeuchte während der Bearbeitung ermöglicht. Der Wasserdampf verhindert die Oxidation des Holzes, wodurch eine dunklere Farbe erzielt und die Stabilität des Holzes verbessert wird.

Bei diesem Verfahren wird das Holz in einer Atmosphäre aus Inertgasen wie Stickstoff oder Kohlenmonoxid erhitzt, die chemische Reaktionen und die Verbrennung des Holzes einschränken, wodurch sich die Farbe und die Eigenschaften des Holzes besser kontrollieren lassen.

Das Holz wird in Öfen eingelegt, die entweder drehbar sein können (das Material wird während der Behandlung gedreht) oder feststehend (das Holz bleibt dabei unbewegt). In diesen Öfen lässt sich der Thermisierungsvorgang hinsichtlich Temperatur und Feuchtigkeit besser kontrollieren.

Das Thermebehandeln von Holz findet breite Anwendung bei der Herstellung von Möbeln, Dielen, Baumaterialien und anderen Produkten, bei denen hohe Haltbarkeit, Ästhetik und Witterungsbeständigkeit von entscheidender Bedeutung sind.

Anwendungsbereiche von thermisch behandeltem Holz

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Nachteile und Einschränkungen beim Thermebehandeln von Holz

Verringerung der mechanischen Festigkeit

Durch die Wärmebehandlung verliert das Holz an Elastizität und kann eine geringere Druckfestigkeit aufweisen, was bei der Auswahl des Materials für bestimmte Anwendungen berücksichtigt werden muss.

Farbschwankungen

Die Farbe des Holzes nach der Thermobehandlung ist schwerer vorherzusagen und kann je nach Holzart variieren, was sich auf die Ästhetik des Endprodukts auswirken kann.

Höhere Kosten

Das Thermebehandlungsverfahren erfordert spezielle Anlagen und eine langwierige Holzverarbeitung, was die Produktionskosten im Vergleich zu herkömmlichen Holzverarbeitungsmethoden erhöhen kann.

Zusammenfassung

Die Holzwärmebehandlung ist ein thermisches Verfahren, das die mechanischen und ästhetischen Eigenschaften von Holz verbessert und dessen Beständigkeit gegen Feuchtigkeit, Pilze und Insekten sowie seine Dimensionsstabilität erhöht. Wärmebehandeltes Holz wird langlebiger und widerstandsfähiger gegenüber wechselnden Witterungsbedingungen, weshalb es im Bauwesen, bei der Herstellung von Möbeln, Fußböden, Gartenartikeln und anderen Produkten weit verbreitet ist. Obwohl dieser Prozess mit höheren Produktionskosten verbunden ist, werden seine Vorteile in Form einer erhöhten Haltbarkeit und Ästhetik des Holzes in vielen Branchen äußerst geschätzt.

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